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Epochenübergreifende Geschichtsportale im Internet

Geschichtsportale nennt man Internet-Seiten, die geschichtswissenschaftliche (Überblicks- oder Einzel-)Beiträge zu einem zeitlich, räumlich oder thematisch definierten Bereich veröffentlichen. Sie verstehen sich zugleich als Einstiegs-, Weiterführungs- und Überblicksseiten in bestimmte räumlich, zeitlich oder inhaltlich definierte historische Themenbereiche.

Deutschsprachige Geschichtsportale

Portal Rheinische Geschichte

Das vom Landschaftsschaftsverband Rheinland herausgegebene und vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn betriebene "Portal Rheinische Geschichte" ist ein Informationssystem zur rheinischen Geschichte. Der LVR bietet ein thematisch und chronologisch umfassendes Informationssystem zur rheinischen Geschichte. Es gliedert sich in die Bereiche Epochen und Ereignisse, Persönlichkeit, Themen, Orte und Räume, Sonderprojekte und Literaturschau. Neben Informationen und Quellen zur rheinischen Regional- und Landesgeschichte werden verschiedene Recherche-Instrumente sowie eine Plattform für alle Angebote zur rheinischen Geschichte digital bereitgestellt.

Sein Pendant im Bereich des Landschaftsverbandes Westfalen ist das

Internet-Portal "Westfälische Geschichte"

Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte ist eine wissenschaftliche Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster. Das von ihm betriebene Internet-Portal "Westfälische Geschichte" hält seit 2004 vielfältige Service- und Informationsangebote bereit: Einführungstexte in Epochen und Themen, Biografien, Quellen, Ereignisse, Medien, Karten, digitalisierte Literatur, weiterführende Links u.v.m.

Clio Online

Clio-online ist ein zentrales Internet Fachportal zur Geschichte. Die Online-Dienste und Service-Angebote ermöglichen einen effizienten Zugang zu den umfangreichen Online-Ressourcen innerhalb der Geschichtswissenschaften.

Clio-online bietet für die Geschichtswissenschaften im deutschsprachigen Raum einen zentralen Einstiegspunkt in das Internet. Eine strukturierte Erschließung und Aufbereitung von Inhalten verknüpft fachhistorische Informationen mit der Möglichkeit zur Interaktion. Bereits vorhandene Angebote von Hochschulen, Bibliotheken und Forschungseinrichtungen werden genutzt und neue Angebote durch enge Kooperation der beteiligten Institutionen entwickelt.

Durch eine modulare, kooperative Struktur will Clio-online zentrale Funktionalitäten der fachwissenschaftlichen Kommunikation und Diskussion sowie der Informationsvermittlung durch die Möglichkeiten des Internet fördern und integrieren. Wissenschaftliche Information, Produktion und Rezeption werden in neuartiger Weise verbunden. Eine Metasuchmaschine macht vorhandene, systematisch erschlossene Fachdatenbanken und Websites zentral recherchierbar. Moderierte Mailinglisten ermöglichen die Vernetzung von wissenschaftlichem Potential und Wissen und fördern fachwissenschaftliche Diskussionen.

Clio-online wurde 2001 von einigen der späteren Kooperationspartner, die zunächst den Projektverbund trugen und 2007 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins "Clio-online – Historisches Fachinformationssystem e.V." zählen, konzipiert. Anfang Mai 2002 nahm das Vorhaben seine Arbeit auf und wurde bis 2007 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Seit Ende 2007 liegt die Trägerschaft beim Verein „Clio-online – Historisches Fachinformationssystem e.V.“.

HistoricumNet

HistoricumNet steht beispielhaft für Geschichts- und Kunstwissenschaft im Internet. Es ist aus dem "Server Frühe Neuzeit" hervorgegangen und vereinigt inzwischen verschiedenen Themenportale zu Fragen an und Ergebnissen zu der (neueren) Geschichte.

Hsozkult.geschichte

Die Website des H-Soz-u-Kult (Humanities Sozial- und Kulturgeschichte) bietet Möglichkeiten zur Kommunikation und vermittelt Fachinformation im Bereich der Geschichtswissenschaften.


Deutschsprachige Geschichtsportale zum Thema "Arbeit und Soziales"

Portal Gewerkschaftsgeschichte

Mit dem Portal steht eine umfassende Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung im Internet. Entwickelt hat das Info-Angebot die Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Deutschland in den 1830er Jahren ist der Ausgangspunkt des neuen Portals, das Geschichte multimedial und interaktiv erfahrbar macht: Hunderte historische Fotos und Dokumente, Original-Tonaufnahmen, Filmclips und Spiele machen die Website mit ihren umfangreichen Analysen und Beschreibungen ebenso informativ wie unterhaltsam. Neben den chronologisch gegliederten Darstellungen der Gewerkschaftsgeschichte bieten thematische Zusammenfassungen weitere Zugänge in die Themen der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Zum Start können die Besucherinnen und Besucher unter anderem Querschnittsanalysen zur Geschichte von Mitbestimmung, Frauenpolitik, Arbeitswelt, Sozialstaat und Traditionen der Gewerkschaften lesen. Bilderstrecken erzählen Kurzgeschichten vom Wandel der Arbeitswelt, stellen die Wohnsituation von Arbeiterfamilien im Laufe der Jahrhunderte dar, zeigen Heimarbeit oder die Frauenerwerbstätigkeit auf ihrem „langen Weg zur Anerkennung“. Die Rubrik „Nachschlagen“ erlaubt einen direkten Zugriff auf die Lebensgeschichten zahlreicher Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen, eine ausführliche Chronik seit 1830, ein Glossar, Statistiken und eine Fülle weiterer Informationen aus der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Das Portal der Hans-Böckler-Stiftung entstand in Zusammenarbeit mit dem Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zahlreiche Museum und Archive haben zudem Bildmaterial zur Verfügung gestellt.

(Quelle: Clio-Online)


Deutschsprachige Geschichtsportale zum Thema "Technikgeschichte"

Gesellschaft für Technikgeschichte

Die Internetseite wird von der Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) betrieben. Ihr zentrales Anliegen ist es, die historisch-kritische Auseinandersetzung mit der Technik zu fördern und damit zugleich die gesellschaftliche Relevanz der Technikgeschichte zu unterstreichen.

Die Technikgeschichtsschreibung beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen der Technik. Als Fachvertretung der TechnikhistorikerInnen, die an Hochschulen, in Museen, der Denkmalpflege oder an anderen Stellen tätig sind, fördert die GTG die Untersuchung und Diskussion der Innovationsprozesse von Technik in einem umfassenden Sinne. Dazu gehören die Entstehung, Entwicklung und Durchsetzung sowie der Gebrauch von Artefakten und technischen Sachsystemen. Die GTG versteht technikhistorisches Wissen als zentralen Beitrag zur besseren Orientierung in unserer von Technik geprägten Gegenwart.

Eines der vorrangigen Ziele der GTG besteht darin, sich für die historische Analyse und Darstellung von Technik als Gesellschaftsfaktor in Forschung und Lehre an Hochschulen, Schulen, Museen und in der Denkmalpflege einzusetzen. Dabei soll die historische Selbstreflektion angeregt und vertieft werden. Diese ist eine Voraussetzung für die gesellschaftspolitische Entscheidung, welche Entwicklungen künftig Technik und Industrie nehmen können.