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Heinrich Dubbel - Biographische Notizen

von Norbert Gilson

Ingenieurstudenten aller Generationen dürfte der 'Dubbel' bekannt sein, das 'Taschenbuch für den Maschinenbau'. Der Herausgeber des Standardwerks für die produkt- und fertigungsorientierten Fachgebiete des Maschinenbaus, Heinrich Dubbel, wurde am 8. April 1873 als Sohn von Franz Dubbel und Gertrud Kesselkaul in Aachen geboren.

Er studierte von 1890 bis 1895 Maschinenbau an der TH Aachen und war ab 1911 Lehrer, ab 1934 Professor an der Beuthschule in Berlin. Unter der nationalsozialistischen Diktatur mußte er 1934 seinen Lehrberuf aus politischen Gründen aufgeben. Heinrich Dubbel starb am 24. Mai 1947 in Berlin.

Sein Vater war Mitinhaber der Aachener Maschinenbaufirma Kalff & Dubbel, die 1890 gegründet wurde und sich zunächst in der Kasernenstraße befand. Die Firma stellte Maschinen für die Metallindustrie her und war auf die Anfertigung von Drehbänken aller Art spezialisiert. Um 1904 verlegte die Firma ihre Produktionsstätte zur Gebrannten Mühle (am heutigen Barbarossaplatz, Ecke Schillerstraße), einem alten Gewerbestandort, der zuvor als Schauermühle für die Nadelproduktion und als Tuchfabrik gedient hatte. Heute sind noch Teile des Ensembles innerhalb der Studentenwohnanlage Gebrannte Mühle erhalten.

Heinrich Dubbel im Kreis seiner Studenten und Mitarbeiter. Das von ihm begründete 'Taschenbuch für den Maschinenbau' wird seit 1914 vom Berliner Verlag Julius Springer verlegt. Als elektronisches Taschenbuch für den Maschinenbau ist das Werk inzwischen auch als CD-ROM erhältlich. (Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Springer-Verlags, Heidelberg.)


Literatur zu Heinrich Dubbel:

Neue Deutsche Biographie sowie: Arthur Katz-Foerster (Hg.), Deutsche Handels- und Industriestädte. Industriebezirk Aachen-Düren-Stolberg-Eschweiler, Berlin-Halensee 1921, S. 79.